Unser Schulprogramm

Unser Schulprogramm – Allgemeinbildung

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Erziehung und Unterricht im Gymnasium leisten wichtige Beiträge für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu sozial verantwortlichen Persönlichkeiten. Durch systematisches und methodenbewusstes Arbeiten wird ihnen ein qualifizierter Abschluss und in der Oberstufe die Studierfähigkeit vermittelt.

Wissenschaft und Technik, insbesondere neue Medien

Im Hinblick auf wissenschaftsvorbereitendes Lernen sollen die Schülerinnen und Schüler nicht nur zunehmend über ein gut vernetztes fachliches Grundlagenwissen verfügen, sondern auch lernen, problembezogen in Zusammenhängen zu denken und zu urteilen. Die dafür besonders im Gymnasium angestrebte Allgemeinbildung bezieht sich an unserer Schule auf ein breites Spektrum von Fächern. Im Folgenden werden einige schulische Schwerpunkte angesprochen. Das einundzwanzigste Jahrhundert werden besonders Entwicklungen im Bereich der Biotechnologie und der Nanotechnologie prägen, die unsere Lebens- und Arbeitswelt erheblich verändern werden. Die Auswirkungen werden vielfältig und die Folgen nicht für alle gleichermaßen positiv sein. Um Hintergründe neuer Entwicklungen verstehen und technische Möglichkeiten verantwortungsvoll nutzen zu können, wird an der Schule die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung gefördert, zu der über den Unterricht hinaus Arbeitsgemeinschaften (z.B. Mathematik, Biologie, Chemie und Informatik) und Wettbewerbe wie „Jugend forscht“, Physik-Olympiade und die Mathematik-Wettbewerbe wie Känguru, Mathetreff-Team, A-lympiade, Wiskunde-B-Dag und die Mathematik-Olympiade ihren Beitrag leisten. Es ist wünschenswert, dass in der Oberstufe möglichst viele Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur Unterricht in mindestens zwei Naturwissenschaften erhalten (einschließlich Informatik). Gleichzeitig erfordern die veränderten Möglichkeiten durch neue Technologien die Auseinandersetzung mit sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Folgen in weiteren Fächern, z.B. den Sozialwissenschaften und der Religionslehre.

In den Neunzigerjahren hat die Bedeutung der neuen Medien stark zugenommen. In Form eines Spiralcurriculums, das von möglichst vielen Fächern getragen wird, sollen daher Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in der vielfältigen Nutzung der neuen Medien verbessert werden. Kommunikationskompetenz bezieht sich nicht nur auf gesprochene Worte, sondern zunehmend auch auf den Umgang mit Medien. Entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten werden in der Informationsgesellschaft zu einer entscheidenden Voraussetzung für das Studium und den beruflichen Erfolg, und sie bilden auch die Grundlage für demokratische Teilhabe. Medienkompetenz meint deshalb einerseits die Fähigkeit, die Medien wirkungsvoll zu handhaben und zu nutzen. Andererseits sollen Medieninhalte und formale Strukturen verstanden, kritisch beurteilt und auch aktiv gestaltet werden. Hierzu bedarf es der Beteiligung vieler Fächer.

Schon in der Erprobungsstufe sollen die Schülerinnen und Schüler an die Textverarbeitung und die Tabellenkalkulation herangeführt werden, und ebenso soll der Internet-Einsatz thematisiert werden. Die entsprechenden Kenntnisse sollen in den folgenden Jahrgangsstufen vertieft werden, so dass die Schülerinnen und Schüler selbstständig im Internet Information heraussuchen, diese in Text, Bild und Grafik verarbeiten und eigene Produkte gestalten können. Arbeitsgemeinschaften, die sich mit dem Erstellen von Homepages (und insbesondere der Betreuung unserer Schulhomepage) befassen, sollen eingerichtet werden.

Im Differenzierungsbereich wird die informationstechnische Grundbildung vertieft. In einem Kurs stehen beispielsweise betriebliche Anwendungen und wirtschaftliche Zusammenhänge im Mittelpunkt. In der Oberstufe werden Fähigkeiten in der Informatik vermittelt.
Damit diese Vorhaben umgesetzt werden können, wird die Ausstattung an der Schule verbessert. Es werden auf Dauer drei Computerräume benötigt. Ein großer Raum muss für die kurzfristige Nutzung durch Klassen zur Verfügung stehen (ausgestattet mit Internetanschluss). Für den Differenzierungsbereich und den Informatikunterricht in der Oberstufe sind zwei kleinere Räume mit der entsprechenden Ausstattung nötig, und Computer und Internetzugänge werden (neben den Fachbereichen mit eigenen Sammlungen) für möglichst viele Klassen angestrebt. Die Eltern erklären sich zur Unterstützung der entsprechenden Initiativen bereit.

Globalisierung und Kommunikation

Die zunehmende Globalisierung, insbesondere Europäisierung, erfordert die Förderung der Sprachfähigkeit und Verbesserung der Kommunikations- und Argumentationsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Nicht nur der Deutschunterricht ist in diesem Zusammenhang gefordert, in allen Fächern müssen entsprechende Fähigkeiten und Methoden systematisch trainiert werden.

Im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit anderen Ländern kommt der Fähigkeit, in anderen Sprachen kommunizieren zu können, besondere Bedeutung zu. An unserer Schule kann man drei Fremdsprachen lernen. In der Jahrgangsstufe 5 beginnen alle Schülerinnen und Schüler mit Englisch. In Klasse 6 kann man zwischen Latein und Französisch als zweiter Fremdsprache wählen. Im Differenzierungsbereich (Jahrgangsstufen 8 und 9) wird Französisch angeboten. Zu Beginn der Oberstufe kann man neu mit Lateinisch beginnen (dieses Angebot richtet sich an alle Seiteneinsteiger, die keine zweite Fremdsprache in der Sekundarstufe I gelernt haben und alle Schülerinnen und Schüler, die Französisch in Klasse 6 gewählt haben). Da die Fremdsprachen von zunehmender Bedeutung sein werden, erscheint es wünschenswert, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe bis zum Abitur Unterricht in zwei Fremdsprachen erhalten.
Die europäische und internationale Verständigung wird gefördert durch unsere Austausch- und Begegnungsfahrten nach Italien, Frankreich und England. In der Regel finden sie in der 9. Jahrgangsstufe statt. Zusätzlich unterstützt die Schule den Auslandsaufenthalt in der Einführungsphase der Oberstufe für ein halbes oder ganzes Schuljahr. Neben den Austauschfahrten findet in der Erprobungsstufe eine Klassenfahrt und in der Qualifikationsphase der Oberstufe eine Studienfahrt auch ins Ausland statt.

Kulturelles Leben

Zukunftsfähige Bildung darf nicht auf die Verwertbarkeit für die berufliche Zukunft allein reduziert werden. Wichtig ist eine Allgemeinbildung, die den Menschen ganzheitlich ernst nimmt.

Zur Allgemeinbildung trägt das Fach Kunst bei. Die Schülerinnen und Schüler erschließen sich vielfältige Erfahrungsbereiche, indem sie einerseits im praktischen Tun außersprachliche Ausdrucksformen kennenlernen und erproben, andererseits ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit bei der Analyse von Kunstwerken entwickeln. Sie gewinnen Einblicke in soziokulturelle und geschichtliche Hintergründe der Entstehung von Kunst. Mit Blick auf die Überfülle optischer Reize, mit denen junge Menschen oft konfrontiert sind, wird auch das Ziel wichtig, sie zu einer kritischen Verarbeitung visueller Informationen anzuleiten; ein zunehmendes Gewicht sollen die Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung erhalten. Bei fachübergreifendem Arbeiten lassen sich sowohl die Natur- als auch die Geisteswissenschaften vielfältig einbeziehen. Ausstellungen von Schülerarbeiten tragen zur Öffnung der Schule und ihrer öffentlichen Wahrnehmung bei.

Von besonderer Bedeutung an unserer Schule ist der Musikbereich. Der Fachunterricht in der Erprobungsstufe wird durch die Zusammenarbeit mit der Musikschule bereichert, indem den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten wird, ein Musikinstrument (Altflöte, Cello, Gitarre, Posaune, Altsaxophon, Trompete, Violine) zu erlernen. Etwa ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler wirkt in einer der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften mit: „Fresh“ (der Unterstufenchor), „Glee Musicians“ (der Chor für die Jahrgänge 7 und 8), Jugendchor (ab Jahrgang 9), Flötenensemble, Bands, Blechbläserensemble und Schulorchester. Neben den regelmäßig stattfindenden Schulkonzerten, die das kulturelle Angebot der Stadt bereichern, wirken die Musikerinnen und Musiker auch außerhalb der Schule (z. B. Stadtfest, Seniorenveranstaltungen, Gottesdienste, Konzerte anderer Musikgruppen usw.) mit. Die musikalische Arbeit an der Schule wird ergänzt durch den Kammerchor, in dem Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und ehemalige Schülerinnen und Schüler der Schule singen und auf diese Weise ebenfalls die Schulgemeinschaft fördern.

Einen weiteren Bereich ganzheitlich orientierter Entfaltung stellt die Theaterarbeit an der Schule dar. In der Theater-AG wird den Schülerinnen und Schülern ein für die Schule besonders wichtiger Bereich der Persönlichkeitsentfaltung geboten. Die positive Wirkung für das Schulleben und für das Kulturangebot in unserer Stadt ist erheblich, und ihre Aufführungen gehören zu den beliebtesten kulturellen Veranstaltungen in Porta Westfalica. Für die Allgemeinbildung ist es wichtig, dass die Jugendlichen sich mit der kulturellen Tradition auseinandersetzen, zu der das Erleben und möglichst auch das eigene Mitgestalten von Aufführungen gehören.

Einen weiteren Akzent setzt der Fachbereich Deutsch, der einmal im Jahr ein fächer- und jahrgangsstufenübergreifendes Projekt organisiert, in dessen Zentrum eine professionelle Inszenierung steht, die zur Auseinandersetzung mit zentralen Problemen der Lebenswelt anregt.