Unser Schulprogramm

Unser Schulprogramm – Nachhaltigkeit

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Arbeitswelt und Berufsorientierung

Die Elternvertreter, Unterrichtende und Schülerinnen und Schüler betonen gleichermaßen die Bedeutung der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler – insbesondere in der Oberstufe – auf das Berufsleben. Zukunftsfähige Bildung muss Grundlagen für den späteren Beruf legen.

In jedem Fall erfolgt von schulischer Seite eine rechtzeitige und ausführliche Auseinandersetzung mit den Berufsmöglichkeiten und wirtschaftlichen Hintergründen, damit Jugendliche sich besser für ihren Berufsweg entscheiden können.

Unterstützt wird die Berufsorientierung besonders im Politikunterricht und in den Sozialwissenschaften. In der Jahrgangsstufe 10 ermöglicht ein Betriebspraktikum von 2 Wochen Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt, die im Politikunterricht vorbereitet und ausgewertet werden. In der Oberstufe folgen Veranstaltungen (insbesondere mit Unterstützung des Arbeitsamtes) zur Berufsvorbereitung. In den Sozialwissenschaften werden als Schwerpunkte unter anderem Ökonomie und Aspekte der nachindustriellen Berufswelt behandelt. In der Oberstufe unterstützt unsere Schule auch die freiwillige Teilnahme an Betriebspraktika in den Ferien, um Lernenden die Möglichkeit zu geben, ihre Berufsvorstellungen zu präzisieren oder z.B. die Grundlage für eine Facharbeit zu schaffen.

In der Kooperation verschiedener Fächer soll die Zusammenarbeit mit Firmen der Region weiter gestärkt werden. Es gibt Kooperationen mit der Bernstein-AG und der Stadtsparkasse Porta Westfalica , so dass das Unternehmen vor Ort sowohl Unterrichtsgegenstand als auch Lernort wird. Ziel ist es, die wirtschaftlichen und technischen Abläufe in einem Unternehmen durch handlungsorientierten Unterricht zu erleben. Dazu werden Projekte im Unterricht vorbereitet und eine Betriebserkundung durchgeführt, bei der Aspekte wie Produktion, Ausbildungsberufe, Zukunftsaussichten oder internationale Zusammenarbeit näher beleuchtet werden.

Umgang mit der Welt, Ökologie und Umweltschutz (Agenda21)

Zukunftsfähige Bildung muss sich mit den offensichtlichen Problemen unserer Erde beschäftigen. In der Agenda 21 sind Weltprobleme und mögliche Lösungsstrategien zusammengefasst und Programme unterzeichnet worden, an deren Umsetzung sich Menschen auf verschiedenen Ebenen beteiligen müssen. Wenn bereits jetzt absehbar ist, dass menschliches Handeln für den zusätzlichen Treibhauseffekt und die Erwärmung der Erde und die entsprechende Verschiebung der Klimazonen verantwortlich ist, müssen Problembewusstsein und Strategien im Unterricht verstärkt thematisiert werden. Die Vorschläge der Agenda 21 – die für das 21. Jahrhundert auf der politischen Tagesordnung steht – betreffen besonders, aber nicht nur den Unterricht in den Naturwissenschaften und in den Gesellschaftswissenschaften Erdkunde und Politik; gefragt sind bei ökologischen Fragestellungen letztlich alle Fächer.

Unsere Schule wurde als Umweltschule in Europa ausgezeichnet. Die in diesem Zusammenhang wichtigen Elemente sollen weiter ausgebaut werden: Das Konzept für Müllvermeidung und -verwertung beinhaltet geeignete Sammel- und Trennsysteme für Papier und Restmüll (Klassenraum), für Leichtstoffe/Dosen, Glas und kompostierbare Stoffe (Gebäude) und auf dem Schulhof Sammelsysteme für Restmüll und Leichtstoffe. Bei dem Getränkeverkauf in der Schule wird Wert auf ein Mehrwegpfandsystem gelegt. Die Verantwortung für unsere Umwelt wird durch eine Korksammelaktion pro Jahr und die Teilnahme an der städtischen Aktion „Saubere Landschaft“ unterstützt.

Wichtig ist es, das konkrete Handeln in der Schule auf den Umweltschutz hin zu hinterfragen, wenn ein Bewusstsein für verantwortliches Handeln geschaffen werden soll. Hierzu zählt bereits der richtige Umgang mit Wasser, Energie, Lüftung und Temperatur im Klassenzimmer. Die Reinigungskräfte und der Hausmeister unterstützen diese Umweltziele der Schule tatkräftig. Die Arbeit in diesem Bereich soll gestärkt werden durch die Umwelt-AG und im Differenzierungsbereich durch ein Kursangebot zum Thema Ökologie/Umweltschutz.

Schulentwicklung und Qualitätssicherung

Nachhaltigkeit im Bildungsbereich bedeutet, dass die wichtigen Grundlagen auch abgesichert werden müssen. Hierzu zählen u.a. die Fachlehrpläne, aus denen die für die einzelnen Jahrgangsstufen verbindlichen Unterrichtsinhalte und Methoden hervorgehen, die für die weitere Arbeit an unserer Schule wichtig sind. Sie bekommen aber erst durch die kollegiale Zusammenarbeit ihre Gestalt, daher haben Fachkonferenzen große Bedeutung, in denen die Kommunikation über Unterricht erfolgen kann. Es soll Lehrerinnen und Lehrern auch ermöglicht werden, sich gegenseitig im Unterricht zu besuchen, um sich über den Unterricht auszutauschen.

In den nächsten Schuljahren müssen die Kernlehrpläne und die schulinternen Curricula aller Fächer der Schulzeitverkürzung angepasst werden. Hierzu müssen nicht nur die Unterrichtsinhalte den einzelnen Jahrgangsstufen zugeordnet werden, sondern auch dazu passend die zu erreichenden Kompetenzen festgelegt werden. Dieses soll in den nächsten Jahren parallel zu den dann vorhandenen Unterrichtsmaterialien präzisiert werden.

Ebenso soll die individuelle Förderung für Schülerinnen und Schüler im Klassenunterricht und in Kleingruppen (klassenübergreifend) ausgebaut werden. Dazu soll ein verbindliches Förderkonzept an unserer Schule erarbeitet werden. Wir hoffen, dass die personellen Möglichkeiten verbessert werden, damit dieses Konzept auch umgesetzt werden kann. Lehrerfortbildung unterstützt diese Ziele ebenso wie den besonderen Bedarf, den die Fachkonferenzen feststellen.