Sprache ist der Schlüssel zur Welt.
(L. Wittgenstein)
Haben wir etwas Schönes erlebt, so wollen wir es auch in Worte fassen – und anderen dann mitteilen. Daran erkennen wir: Der Umgang mit Sprache bereichert und erweitert unser Leben; Sprache ist ein „Schlüssel zur Welt“.
Diesen Schlüssel möchten wir Deutschlehrkräfte am GymPW unseren Schülerinnen und Schülern in die Hand geben. Wir möchten sie dafür begeistern, selbst zu kommunizieren und durch das Lesen anspruchsvoller Literatur in die Welt der Wörter und Sprachbilder einzutauchen.
Wir möchten, dass sie diese Welt als ihre eigene Welt entdecken. Um in der Sprache zu Hause zu sein, benötigen sie ein differenziertes Verständnis der sprachlichen Strukturen, Regeln und Besonderheiten.
Zudem üben die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Sach- und Gebrauchstexten und mit Medien, auch mit Kommunikationswegen, wie sie etwa das Internet bietet.
Indem wir mit ganz einfachen Inhalten beginnen und uns mit der Untersuchung kleiner Textformen (z.B. Märchen, Fabeln) beschäftigen, die unsere Schülerinnen und Schüler dann kreativ weiterspinnen, umschreiben oder in modernes Deutsch übertragen. Zudem schauen wir uns alltägliche Kommunikationssituationen an: Welche Rolle spielt der Umgang mit Sprache in solchen Zusammenhängen?
In höheren Jahrgängen fragen wir z.B.:
Besonders am Herzen liegt uns der schüleraktivierende Unterricht. Neben einem analytischen Zugang greifen wir unsere Unterrichtsthemen deshalb auch handlungsorientiert und kreativ auf.
Und bei all dem: Deutschunterricht soll nah am Leben sein und die Welt erschließen.
Schnee. Kälte. Und plötzlich kein Unterricht wie sonst: Am Montag, dem 26. Januar, überfielen wir – die Klasse 6d – unsere Deutschlehrerin Frau Ronn-Lükemeier mit einer Idee, die man nicht abschlagen konnte: Raus aus dem Klassenraum, rein in den Schnee.
Spontan überlegte sie, wie sich Deutsch und Kunst verbinden ließen – und kam auf einen besonderen Arbeitsauftrag: „Wir machen Kunst im und mit dem Schnee und berichten darüber auf der Schulhomepage.“
Keine fünf Minuten später waren wir mitten im Geschehen. Schneekugeln rollten, Füße stapften Muster in den Boden, manche setzten ihren ganzen Körper ein. Im Schnee entstanden kreative, ganz unterschiedliche Kunstwerke, die Frau Ronn-Lükemeier mit Begriffen wie „Performance“, „Happening“ oder „Land Art“ würdigte.
Schaut euch die Bilder an und überzeugt euch selbst!
Eure 6d
Text: Klasse 6D, Fotos: Elena Ronn-Lükemeier
Bereits im Februar 2024 veranstaltete die Berkenkamp-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen den Schülerwettbewerb „Deutsch: Essay“. Nach den hohen Teilnehmerzahlen aus den vergangenen Jahren rief die Bezirksregierung Münster erneut die SchülerInnen der Oberstufe dazu auf, sich zu einem der drei gestellten Themen schriftlich zu äußern.
Diesem Aufruf ist Benjamin Brinkmann (aktuell Schüler der Q2) unter Anleitung seiner betreuenden Lehrkraft Frau Löwen gefolgt und hat sich in seinem Essay mit dem Zitat „Die meisten verwechseln Dabeisein mit Erleben“ von Max Frisch auseinandergesetzt.
Kurz vor den Weihnachtsferien war es wieder soweit: Dem Finale des Vorlesewettbewerbs in Jahrgang 6 fieberten dieses Jahr drei Schülerinnen entgegen, die zuvor in ihren Klassen als beste Vorlesende ermittelt worden waren: Yara Sophia Schmidt (Klasse 6A), Mia Schrader (Klasse 6B) und Samantha-Jane Suhr (Klasse 6C). Letztendlich überzeugte Yara Sophia die Jury und ist nun Schulsiegerin. Zu diesem Erfolg gratulieren wir ihr herzlich. (mehr …)
Auch dieses Jahr fand der Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen wieder kurz vor den Weihnachtsferien statt. Wir gratulieren unserer Schulsiegerin Sophia Friesen (Klasse 6C). Robert Middelschulte (Klasse 6A), Letizia Bahr (Klasse 6B) und sie waren zuvor in ihren eigenen Klassen als beste Vorlesende gekürt worden. (mehr …)
„Wer über gewisse Dinge seinen Verstand nicht verlieret, der hat keinen zu verlieren.“ Lessings berühmtes Zitat spiegelt die Erschütterung wider, die wir 250 Jahre später angesichts der Rückkehr des Krieges nach Europa spüren.
Als wir das Wiener Forum-Theater in unsere Schule einluden, war nicht abzusehen, wie sehr sich unsere Welt in kurzer Zeit verändern sollte. Am Montag, den 14.03.2022, erlebten wir dann einen „Nathan“, dessen Aktualität beklommen machte: Es ist Krieg in Jerusalem, ein Waffenstillstand markiert eine kurze Atempause im Dritten Kreuzzug. Der christliche Patriarch plant die Ermordung des weisen Sultans Saladin und schickt den Klosterbruder zum Tempelherrn, der für ihn die blutige Tat erledigen soll. Doch Curd von Stauffen, von Saladin gerade wundersamerweise begnadigt, weigert sich, seinen Wohltäter umzubringen. Wie auch der Klosterbruder selbst durchschaut er die machtpolitische Kaltblütigkeit der Kirche.