Lernen

Unterricht

Ein breites Fächerangebot!

Wir sind ein Gymnasium mit einem breiten Fächerangebot. Neben der sprachlichen Ausbildung stehen der mathematisch-naturwissenschaftliche, der musische und der künstlerisch-kreative Bereich gleichwertig nebeneinander.
So können viele Schülerinnen und Schüler bei den Wahlen im Differenzierungsbereich oder der Leistungskurswahl in der Oberstufe auf ein breit gefächertes Angebot zugreifen.

Geschichte Bilingual, Informatik… – Was lerne ich da?

Informationen über die einzelnen Fächer, die behandelten Inhalte und zu erreichenden Kompetenzen, finden Sie auf den untergeordneten Seiten.

Aktuelle Beiträge

„Papagena, wo bist du?“ – Opernspaß mit der Kölner Opernkiste

Am 07. Mai 2026 wurde es in der 5. und 6. Stunde plötzlich ungewohnt laut im Forum unseres Gymnasiums: Operngesang, Gelächter und begeisterte Zurufe erfüllten den Raum. Der Grund dafür war die Aufführung „Die kleine Zauberflöte“ der Kölner Opernkiste, die insgesamt 118 Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 5 und 6 in die Welt der Oper entführte. (mehr …)

Bagger, Pressen, Präzision

Warum stoppt ein Bagger seinen Ausleger millimetergenau an der richtigen Endposition? Und wie steuern Industriepressen oder Stanzen ihre gewaltigen Kräfte so präzise, dass weder Werkzeug noch Werkstück beschädigt werden? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, tauschten einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 am Mittwochnachmittag das Klassenzimmer gegen den Seminarraum unseres Kooperationspartners Bernstein. Dort bekamen Sie einen Einblick in die High-Tech-Sensorik.

Trotz des Regenwetters machte sich unsere Gruppe gut gelaunt zu Fuß auf den Weg. Vor Ort angekommen, wurden wir herzlich von Frau Herzog und einem dreiköpfigen Expertenteam in Empfang genommen. In einer intensiven 75-minütigen Session drehte sich alles um den induktiven Sensor.

Die Mitarbeiter gaben sich große Mühe, uns die theoretischen Grundlagen der Sensorik näherzubringen und zeigten anhand von historischen Einblicken, wie sehr sich die Technik im Laufe der Firmengeschichte weiterentwickelt hat. Besonders spannend wurde es im praktischen Teil: An verschiedenen Versuchsaufbauten konnten die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen. Es wurde verkabelt, getestet und beobachtet, wie der Sensor auf unterschiedliche Materialien reagiert – signalisiert durch präzises Blinken und Piepsen.

Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Interesse bei der Sache und nutzten die Chance, Profis direkt aus der Praxis Fragen zu stellen. Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Bernstein für die Gastfreundschaft und das Engagement, Technik für uns greifbar zu machen!

Text & Fotos: Dirk Langer

„Kaufen wir jetzt – oder warten wir noch?“

Mit genau solchen Fragen haben sich in den vergangenen Wochen viele unserer Schülerinnen und Schüler intensiv beschäftigt. Beim Planspiel Börse konnten sie ihr wirtschaftliches Geschick unter Beweis stellen – und das mit großem Erfolg. 21 Teams unserer Schule gingen an den Start und tauchten ein in die Welt von Aktien, Kursentwicklungen und klugen Investitionsentscheidungen.

Dabei wurde schnell klar: Erfolg an der Börse braucht nicht nur Wissen, sondern auch Teamarbeit, gute Absprachen und manchmal den Mut, Risiken einzugehen. Dass sich dieser Einsatz gelohnt hat, zeigen die Ergebnisse: Drei Teams unserer Schule schafften es unter die Top 10 der Sparkasse Bad Oeynhausen-Porta Westfalica.

Ein besonderes Highlight setzte das Team „Die Gang“ mit Mara Liebscher und Jolie Springer. Mit klugen Entscheidungen und einem guten Gespür für den Markt erreichten sie einen starken 2. Platz in der Gesamtwertung – und wurden dafür mit einem Geldpreis ausgezeichnet. Neben den Platzierungen nehmen viele vor allem eins mit: Es ist gar nicht so einfach, die „richtige“ Entscheidung zu treffen – und genau das macht das Ganze überraschend spannend. Eines ist jetzt schon sicher: Im nächsten Jahr greifen unsere Schülerinnen und Schüler wieder an – und dann vielleicht ganz oben auf dem Treppchen!

Text & Foto: Sven Eickmeier

Zwischen Wüstensand und Klassenzimmer: 6B trifft Ägyptologen

Zu einem digitalen Grabungsfeld wurde am vergangenen Donnerstag der Geschichtsunterricht unserer 6B: Per Videokonferenz war Erik Reissmann, ein Archäologe mit dem Schwerpunkt Ägyptologie, zugeschaltet und berichtete anschaulich aus seinem Arbeitsalltag. Der Wissenschaftler, der früher mit Geschichtslehrer Sven Eickmeier Fußball gespielt hat, schreibt derzeit an seiner Doktorarbeit in Oxford (England) und nahm sich Zeit, die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler ausführlich zu beantworten.

Besonders beeindruckend waren die vielen Bilder, die er direkt von seinen Ausgrabungen zeigte. So erhielten die Lernenden einen authentischen Einblick in die praktische Arbeit von Archäologen: Von der sorgfältigen Freilegung einzelner Fundstücke bis zur wissenschaftlichen Dokumentation vor Ort.

Natürlich wollten die Schülerinnen und Schüler wissen, ob er schon „etwas Wichtiges“ gefunden habe. Die Antwort: Ja! Bei einer Ausgrabung entdeckte er eine Tonscherbe mit dem Namen eines Pharaos. Dieser Fund war wissenschaftlich bedeutsam, da er die genaue Datierung der Fundstelle ermöglichte. Anhand solcher Inschriften können Historikerinnen und Historiker zeitliche Zusammenhänge präzise rekonstruieren – ein anschauliches Beispiel dafür, wie aus einzelnen Fragmenten Geschichte entsteht.

Neben fachlichen Fragen kam auch der Alltag nicht zu kurz. Auf die Frage, ob es bei Ausgrabungen Toiletten gebe, erklärte der Archäologe schmunzelnd, dass die Bedingungen je nach Fundort unterschiedlich seien – und dass es nicht nur einfache Dixi-Klos gebe. Auch solche Einblicke machten deutlich, dass Archäologie zwar spannend, aber auch körperlich anspruchsvoll und organisatorisch gut geplant sein muss.

Das digitale Interview zeigte eindrucksvoll, wie moderne Technik internationale Begegnungen ermöglicht und wissenschaftliche Arbeit für den Unterricht lebendig macht. Für unsere Schülerinnen und Schüler war es eine besondere Erfahrung, direkt mit einem jungen Forscher ins Gespräch zu kommen und Einblicke in aktuelle archäologische Forschung zu erhalten. Wir bedanken uns herzlich für den spannenden Austausch und wünschen weiterhin viel Erfolg für die Doktorarbeit in Oxford!

Text und Fotos: Sven Eickmeier

Mut zum eigenen Denken – Elif Kaya überzeugt beim „Philosophischen Essay“

Was passiert, wenn man ein Zitat nicht nur liest, sondern wirklich durchdenkt? Unsere Schülerin Elif Kaya (EF) hat genau das getan und erfolgreich am 27. Landes- und Bundeswettbewerb Philosophischer Essay 2025–26 teilgenommen.

Im vergangenen Herbst entschied sie sich, sich intensiv mit einem Gedanken von Marcel Proust auseinanderzusetzen:

„In Wirklichkeit ist jeder Leser […] der Leser seiner selbst.“

Aus vier möglichen Themen wählte sie dieses Zitat bewusst aus. Ihre Begründung: „Dass die gleiche Aussage so unterschiedlich wahrgenommen werden kann, fasziniert mich und beweist die Kreativität und Diversität von uns Menschen.“

Ohne lange zu zögern, begann sie, ihre Gedanken zu verschriftlichen – und merkte schnell, dass sie „gar nicht mehr aufhören“ konnte. Eine Erfahrung ganz im Sinne von Michel de Montaigne (1533–1592), der die Essayform als freies, tastendes Nachdenken begründete. Für ihn waren seine Texte Versuche – Spiegelbilder seiner selbst – und zugleich Ausdruck geistiger Freiheit in einer von Kriegen geprägten Zeit. Montaigne warnte zudem davor, das Fremde vorschnell zu verurteilen, nur weil wir es nicht verstehen.

Der Landes- und Bundeswettbewerb Philosophischer Essay ist seit über 20 Jahren der größte Wettbewerb im Schulfach Philosophie und fördert die intensive Auseinandersetzung mit klassischen wie aktuellen Fragestellungen. Elif hat diese Herausforderung angenommen – und zieht eine durchweg positive Bilanz: „Diesen Wettbewerb empfehle ich jeder Person, die Spaß am freien Schreiben hat und gerne ihre eigene Meinung und ihre eigenen Gedanken äußert. Ich bin froh darüber, diese Erfahrung gemacht zu haben.“ Ferner bedankte sich im gleichen Atemzug bei ihrer Philosophielehrerin Meike Precht, die den Kurs über diesen Wettbewerb informiert hatte.

Neben den wertvollen (Schreib-)Erfahrungen durfte Elif auch eine schmucke Urkunde mit Kants berühmtem Motto entgegennehmen.

Wir freuen uns über Elifs Erfolg, sagen „Herzlichen Glückwunsch!“ und hoffen sehr, dass sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler ihrem Beispiel anschließen und im kommenden Herbst an dem Wettbewerb Philosophischer Essay mit viel Enthusiasmus und Scharfsinn beteiligen werden.

Zum Nachlesen: Elifs Essay

Foto: Olaf Küster/Text: Meike Precht