Am 07. Mai 2026 wurde es in der 5. und 6. Stunde plötzlich ungewohnt laut im Forum unseres Gymnasiums: Operngesang, Gelächter und begeisterte Zurufe erfüllten den Raum. Der Grund dafür war die Aufführung „Die kleine Zauberflöte“ der Kölner Opernkiste, die insgesamt 118 Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 5 und 6 in die Welt der Oper entführte.
Mit nur zwei Sängern und einer Sängerin gelang es dem Ensemble, die Handlung von Mozarts berühmtem Singspiel „Die Zauberflöte“ spannend, verständlich und vor allem sehr unterhaltsam auf die Bühne zu bringen. Dabei blieb das Publikum nicht lange nur Zuschauer. Da einige Figuren in der kleinen Besetzung fehlten, mussten Rollen spontan aus dem Publikum übernommen werden. So wurde beispielsweise die „Königin der Nacht“ kurzerhand im Zuschauerraum gesucht. Für die Schüler und Schülerinnen war sofort klar, wer diese Rolle übernehmen sollte: Frau Branning wurde begeistert ausgewählt und trug den vorbereiteten Text souverän vor, bevor sie Tamino und Papageno ihre magischen Instrumente mit auf den Weg gab.
Auch bei den Prüfungen halfen die Schüler und Schülerinnen tatkräftig mit: Drei „Hilfsknaben“ unterstützten Tamino auf seinem Weg und zahlreiche Kinder stellten mit roten und blauen Tüchern die Feuer- und Wasserprobe dar. Besonders beeindruckend war für viele der Gesang selbst. Die Sänger und Sängerinnen präsentierten hautnah die unterschiedlichen Opernstimmen – Sopran, Bariton und Tenor – und bewegten sich dabei singend durch die Publikumsreihen. Dadurch entstand bei vielen Zuschauer und Zuschauerinnen ein echtes Gänsehautgefühl.
„So laut und nah habe ich noch nie jemanden singen hören. Das war toll“, berichtete Veronica Mezker aus der Klasse 06C begeistert.
Auch Tabea Berg aus der 5D war beeindruckt: „Ich fand die Oper sehr schön! Es war krass, wie hoch und wie tief sie gesungen haben. Es war wirklich toll, was sie mit ihren Stimmen machen konnten.“
Besonders gut kamen außerdem die Mitmachaktionen an. Anton Huber (5D), der selbst Teil der „Feuerprobe“ auf der Bühne war, meinte: „Ich fand es total cool, dass sie das Publikum dazugeholt haben.“
Nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne erhielten die Beteiligten spannende Einblicke. Carl Arvid Benz (5D), einer der drei Knaben, die Tamino aus dem Wald halfen, erzählte: „Hinter der Bühne war alles richtig gut organisiert. Wir wussten genau, was wir machen sollen. Alles war schon für uns vorbereitet.“
Am Ende der Aufführung gab es tosenden Applaus. Viele Schüler und Schülerinnen lobten vor allem die lustige Darstellung von Papageno, die Kostüme, den beeindruckenden Gesang und die Möglichkeit, selbst Teil der Aufführung zu werden. Da die Oper für viele Kinder eine ganz neue Erfahrung war, bleibt der Besuch der Kölner Opernkiste sicherlich noch lange in Erinnerung. Vielleicht heißt es ja auch im nächsten Jahr wieder: „Papagena, wo bist du?“
Die Fachschaft Musik bedankt sich herzlich bei der Kölner Opernkiste für die gelungene Aufführung sowie bei der Schulleitung und dem Kollegium für die Unterstützung bei der Durchführung.
Worum geht es eigentlich in „Die Zauberflöte“?
Der junge Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht beauftragt, ihre Tochter Pamina zu retten, die angeblich von Sarastro entführt wurde. Unterstützt wird Tamino vom Vogelfänger Papageno. Als Hilfe erhalten sie eine Zauberflöte und ein magisches Glockenspiel.
Auf ihrer Reise entdecken Tamino und Papageno jedoch, dass Sarastro gar nicht böse ist. Stattdessen versucht er, Pamina vor der machthungrigen Königin der Nacht zu beschützen. Tamino und Pamina sind füreinander bestimmt, müssen jedoch mehrere Prüfungen bestehen. Während Tamino und Pamina diese mit Mut und Hilfe der Zauberflöte meistern, sorgt Papageno auf seine lustige Art für viele komische Momente – und findet am Ende sogar seine Papagena.
Schließlich werden Tamino und Pamina in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen, während die Königin der Nacht besiegt wird.
Text: Marina Löwen und Rahel Branning; Fotos: Marina Löwen und Johann Klassen